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Fehlerbild: Browning an Photovoltaikmodulen

Links: Photovoltaikmodul ohne Browning Rechts: von Browning betroffenes Photovoltaikmodul
Links: Photovoltaikmodul ohne Browning Rechts: von Browning betroffenes Photovoltaikmodul

Bei dem braunen Fleck, der auf dem nebenstehenden Photovoltaikmodul zu sehen ist, handelt es sich um das sogenannte Browning. Im Zuge der Fehlerbild-Serie möchten wir Ihnen auch diese Erscheinung an Photovoltaikmodulen genauer erklären.

Woran erkennt man das Browning?

Das Browning an Photovoltaikmodulen ist an der Gelb- oder Braunfärbung der Kunststofffolie, welche die Solarzellen einkapselt, zu erkennen. Es verfärbt sich also nicht die Solarzelle selbst sondern die sie umgebende EVA Folie. Browning kann sowohl punktuell und vereinzelt auf dem Solargenerator als auch flächig auf mehreren Photovoltaikmodulen auftreten.

Wie kommt es zum Browning?

Die EVA-Folie, in die die Solarzellen eingebettet sind, hat die Aufgabe, die Solarzellen vor Umwelteinflüssen wie Wasser, Sauerstoff und Schmutz zu schützen. Durch Zusatzstoffe ist die Folie nicht nur alters- und wärmebeständig, UV-durchlässig sonder auch UV -beständig. Wird jedoch minderwertige EVA-Folie bei der Produktion von Solarmodulen eingesetzt oder die EVA-Folie  zu lange oder falsch gelagert, verflüchtigen sich diese Zusatzstoffe allerdings schon nach wenigen Monaten. Bei einer langen Betriebsdauer nimmt der Anteil der Zusatzstoffe in den EVA-Folien ebenfalls nach und nach ab. Die so entstehende mangelnde UV-Beständigkeit der EVA-Folie führt anschließend zur Verfärbung der Folien, zum sogenannten Browning.

 

 

Welche Probleme oder Gefahren birgt das Browning an Photovoltaikmodulen?

Die Folgen des Brownings können Gefahren für die Leistungsfähigkeit des Photovoltaikmoduls darstellen. Beim Browning werden Säuren freigesetzt, die die Kunststoffkomponenten des Photovoltaikmoduls beschädigen können. Zu den Folgedefekten gehören beispielsweise Zellausbleichungen, Blasenbildungen / Degradation und teilweise auch Zellkorrosionen. Weiterhin absorbiert die nicht mehr transparente EVA-Folie durch Ihre dunkele Färbung mehr Wärme, die wiederum die Verfärbung verstärkt und die Bildung von Hot-Spots begünstigt kann. Außerdem können die dunkel gefärbten Stellen zu einer geringeren Stromproduktion führen, da das Sonnenlicht nur vermindert auf die Solarzellen treffen kann. Je nach Ausmaß und Intensität des Browning an Photovoltaikmodulen kommt es zu etwaigen Leistungseinbußen.

Kann man dem Browning vorbeugen beziehungsweise von Browning betroffene Photovoltaikmodule reparieren?

Da die Kunststofffolien bereits bei deren Herstellung mit Zusatzstoffen gegen die UV-Einstrahlung geschützt werden, besteht keine Möglichkeit, dem Browning an Photovoltaikmodulen vorzubeugen. Bereits der Hersteller der Photovoltaikmodule muss die EVA-Folie auf deren Tauglichkeit prüfen. Repariert werden kann das Browning an Photovoltaikmodulen nicht, da sich der Verbund / das Laminat aus EVA-Folie und Solarzellen nicht ohne Beschädigungen lösen lässt. Solarmodule, die Browning aufweisen, sollten je nach Grad Ihrer Leistungsminderung also ausgetauscht werden, um weitere Leistungseinbußen zu vermeiden. Prüfen Sie, ob Sie im Rahmen der Garantiebedingungen einen Anspruch auf Austausch der Solarmodule haben, um Kosten zu vermeiden.

 

Für Fragen zum Fehlerbild Browning an Photovoltaikmodulen und auch für Infos rund um das Thema Photovoltaik steht Ihnen das ENVARIS-Team jederzeit gerne zur Verfügung. Rufen Sie uns an unter +49 30 288 8493 110 oder schreiben Sie uns eine E-Mail: kontakt(at)envaris.de.

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